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Nachlassplanung:
Der vollständige Guide für Deutschland

Was passiert mit Ihrem Vermögen ohne Testament? Wie funktioniert die gesetzliche Erbfolge? Und wie regeln Sie alles in 10 Minuten — ohne Anwalt, ohne Wartezeit?

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Inhalt dieses Artikels

  1. Was ist Nachlassplanung?
  2. Die gesetzliche Erbfolge in Deutschland
  3. Wer besonders gefährdet ist
  4. Die 4 Säulen einer vollständigen Nachlassplanung
  5. Ab wann sollte man anfangen?
  6. Häufige Fragen

Was ist Nachlassplanung?

Nachlassplanung bezeichnet alle Maßnahmen, die Sie zu Lebzeiten ergreifen, damit Ihr Vermögen nach Ihrem Tod geordnet und gemäß Ihrem Willen übergeben wird. Das umfasst deutlich mehr als nur ein Testament.

Vollständige Nachlassplanung beinhaltet: Testament und Erbfolge, digitales Erbe (Passwörter, Online-Konten, Krypto), Vollmachten für den Ernstfall, Patientenverfügung sowie eine klare Übersicht über alle Vermögenswerte.

Nur 35–37 % der Deutschen haben ein Testament. Für den digitalen Nachlass ist es noch schlimmer: Nur 18 % haben ihre Online-Konten geregelt. Die Folgen für Familien können verheerend sein.

Die gesetzliche Erbfolge in Deutschland

Wenn kein Testament vorhanden ist, greift automatisch die gesetzliche Erbfolge nach BGB. Diese ist in "Ordnungen" eingeteilt:

Gesetzliche Erbfolge — Vereinfachte Übersicht

1.
Kinder & EhepartnerKinder erben zu gleichen Teilen. Der Ehepartner erhält zusätzlich je nach Güterstand 1/4 bis 1/2.
2.
Eltern & GeschwisterNur wenn keine Kinder vorhanden sind. Eltern erben dann zu gleichen Teilen mit dem Ehepartner.
3.
Großeltern & deren NachkommenNur wenn niemand aus 1. und 2. Ordnung vorhanden ist.
⚠️
Unverheiratete Partner: erben NICHTSDer Staat erbt, wenn kein Verwandter und kein Testament vorhanden ist.
⚠️ Das häufigste Missverständnis: Unverheiratete Partner — auch wenn man seit 20 Jahren zusammenlebt — erben nach deutschem Recht ohne Testament überhaupt nichts. Das gesamte Vermögen geht an die Blutsverwandten.

Wer besonders gefährdet ist

Diese Gruppen haben besonders dringenden Handlungsbedarf:

Die 4 Säulen der vollständigen Nachlassplanung

📜

1. Testament

Wer erbt was? Vormund für Kinder? Enterbungen? Ein handschriftliches Testament ist kostenlos und rechtsgültig.

💻

2. Digitaler Nachlass

Online-Konten, Krypto, Passwörter, Abonnements — der am häufigsten vergessene Teil.

🏠

3. Vermögensübersicht

Wo sind Immobilien, Fahrzeuge, Wertgegenstände, Bankkonten, Depots? Eine klare Liste für die Erben.

📋

4. Vollmachten & Verfügungen

Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung — für den Fall, dass Sie nicht mehr entscheiden können.

Die Nachlassplanung-Checkliste

Ab wann sollte man anfangen?

Die ehrliche Antwort: Heute. Es gibt keinen guten Grund zu warten. Ein Testament kann jederzeit geändert werden — aber es kann nicht rückwirkend erstellt werden.

Besonders dringend ist die Nachlassplanung bei diesen Lebensereignissen: Heirat oder Scheidung, Geburt eines Kindes, Kauf einer Immobilie, erste Kryptowährung, Gründung eines Unternehmens, Beginn einer Lebensgemeinschaft ohne Trauschein, Pensionierung.

💡 Die wichtigste Erkenntnis: Nachlassplanung ist kein Luxus für Reiche oder Ältere. Jeder, der Menschen hat, die er liebt, sollte sich darum kümmern — unabhängig vom Alter und Vermögen.

Häufige Fragen zur Nachlassplanung

Was ist der Unterschied zwischen Erbfolge und Testament?

Die gesetzliche Erbfolge greift automatisch, wenn kein Testament vorliegt. Mit einem Testament weichen Sie von dieser Regelung ab und bestimmen selbst, wer was erbt — innerhalb der gesetzlichen Grenzen (Pflichtteil für Kinder und Ehepartner).

Kann ich meine Kinder enterben?

Vollständig nicht. Kinder haben immer Anspruch auf den Pflichtteil — das ist die Hälfte ihres gesetzlichen Erbteils als Geldanspruch. Nur in sehr engen Ausnahmefällen (z. B. schwere Straftaten gegen den Erblasser) kann der Pflichtteil entzogen werden.

Was ist eine Vorsorgevollmacht?

Eine Vorsorgevollmacht erlaubt einer Vertrauensperson, in Ihrem Namen zu handeln, wenn Sie selbst nicht mehr entscheiden können (z. B. durch Unfall oder Krankheit). Ohne Vollmacht muss ein Gericht einen Betreuer bestellen — oft nicht die Person, die Sie sich gewünscht hätten.

Wie oft sollte ich meinen Nachlass aktualisieren?

Mindestens alle 2–3 Jahre oder nach größeren Lebensveränderungen (Heirat, Scheidung, Geburt, neue Immobilie, neues Krypto-Portfolio). Ein veraltetes Testament kann mehr Schaden anrichten als keines.

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